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Heinz Christian Strache

Heinz Christian Strache - Vizekanzler & Minister für öffentlichen Dienst und Sport (FPÖ)

Schon mit 15 war er Mitglied der schlagenden deutschnationalen Schülerverbindung Vandalia. Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte 2017 eine ausführliche Übersicht von Straches Jugend im extrem rechten Milieu. Der junge Strache beschaffte sich 1988 eine Karte fürs Burgtheater, um gegen die Premiere des Stücks "Heldenplatz" zu protestieren, dass sich mit der Nazi-Vergangenheit Österreichs auseinandersetzte. 1989 wurde er das erste Mal in Deutschland verhaftet, bei einer Veranstaltung der neonazistischen Wiking-Jugend, bei der auch die NS-Nationalhymne gesungen wurde. Ein Jahr später fand Strache sich wieder in Polizeigewahrsam. Er hatte eine Schreckschusspistole mitgeführt, während er eine Demo für die "Wiedervereinigung Deutschlands" besuchte. Organisatorin war die DVU (Deutsche Volksunion), die Vorläuferorganisation der NPD. Als Redner eingeladen war Holocaust-Leugner David Irving. Strache ließ sich bei der Teilnahme an Neonazi-Wehrsportübungen fotografieren. Selbst der Ring Freiheitlicher Jugend, die Jugendorganisation der FPÖ, lehnte ihn in den 90ern ab, weil er der damaligen Führung zu rechts war.

Heute tut Strache diese Dinge als Jugendsünden ab. Seine Gesinnung hat sich allerdings nicht geändert. Strache spricht sich gegen das Verbotsgesetz und für eine Einschränkung der Menschenrechte aus. Er setzte sich gegen eine Rehabilitierung von Wehrmachtsdeserteuren ein. Menschen, die sich geweigert haben, der nationalsozialistischen Wehrmacht zu dienen, bezeichnet Strache als Mörder. 2012 sagte Strache über die antifaschistsichen Proteste gegen den WKR-Ball, diese seien "wie die Reichskristallnacht gewesen." Das ist die Nazi-Bezeichnung für die Reichsprogromnacht 1938, in der etwa 400 Menschen ermordet und 1.400 Gebäude zerstört wurden. Strache erklärte dazu weiterhin: "Wir sind die neuen Juden."

Diese Skandale haben für die politische Strategie von Strache und seiner FPÖ zwei Funktionen: Einerseits wird durch das ständige Brechen immer neuer Tabus die Grenze dessen, was Denk- und Sagbar ist verschoben. Was gestern ein Skandal war, wird heute nur mehr schulterzuckend zur Kenntnis genommen. Gleichzeitig ist der Aufruhr, der dadurch erzeugt wird, eine wichtige Ablenkung: Die FPÖ inszeniert sich als soziale Partei, obwohl sie Politik gegen ArbeiterInnen, für Reiche und Konzerne machen. Als Vizekanzler in der Regierung trägt Strache Maßnahmen wie den 12-Stunden-Tag, Kürzungen im Gesundheits- und Bildungswesen und Steuergeschenke für Unternehmen mit. Um zu verhindern, dass die WählerInnen der FPÖ zu früh erkennen, dass sie verraten werden, braucht es neue rassistische und rechtsextreme Skandale. Die Produktion dieser Skandale überlässt Strache jetzt den unteren Rängen der FPÖ, während er selbst sich als Vizekanzler staatsmännisch und seriös gibt.

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gegen die Schwarz-Blaue Regierung

Wir wollen nicht stillschweigend zusehen, wie Strache, Kurz & Co, Sozialabbau und rassistische Hetze betreiben. Damit wir wirklich gehört werden, müssen wir uns Gehör verschaffen: Deshalb werde aktiv und bring dich ein im Netzwerk gegen schwarz-blau! Ganz egal woher du kommst und wie alt du bist, es gibt viele Möglichkeiten, Widerstand gegen die schwarz-blaue Regierung zu leisten!

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