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Falsche Pflege-Politik schadet Frauen und führt zu hoher Teilzeitquote

Der Bereich Pflege ist in Österreich großteils Zuständigkeit von Frauen. Kindererziehung, den Haushalt schmeißen oder eben die Oma pflegen sind Aufgaben, die in Österreich nicht bezahlt, sondern unbezahlt geleistet werden. Denn diese wichtigen Bereiche werden nicht als klassische „Arbeit“ gesehen, sondern als Aufgaben die in der Familie erledigt werden. Damit landen sie jedoch mehrheitlich bei Frauen!

450.000 Menschen in Österreich beziehen Pflegegeld, 73% davon werden Zuhause betreut. Also ein sehr hoher Prozentsatz! Von den pflegebedürftigen Menschen die ausschließlich von Angehörigen gepflegt werden, werden 80% von Frauen betreut. Wenn sich in punkto Gleichberechtigung also endlich was ändern soll, müssen wir aufhören, die gesellschaftspolitisch enorm wichtige Pflegearbeit den Frauen der Familien in die Schuhe zu schieben! Denn bei der unbezahlten Arbeit, die sie nebenbei noch miterledigen müssen, braucht sich niemand wundern, wenn viele Frauen nur Teilzeit arbeiten gehen. Österreich hat die zweithöchste Teilzeitrate in der gesamten EU. Der meistgenannte Grund dafür, warum Frauen Teilzeit arbeiten, ist die Pflege von Angehörigen oder von Kindern.

Angesichts dessen ist es ein politisch falsches Zeichen, wenn im Regierungsprogramm die „Stärkung der Pflege zu Hause durch Angehörige“ gefordert wird. Pflegearbeit muss raus aus dem familiären Umfeld, und als eigene Profession gesehen werden.  Somit würden nicht nur familiäre Angehörige psychisch entlastet, es würden auch neue Jobs geschaffen werden.

Es braucht eine Erhöhung von qualitativ hochwertigen Pflege- und Altersheimen, vor allem in ländlichen Regionen. Die Regierung hingegen will den „Bereich Pflegeheime entlasten“ durch eine „Reform der 24-Stunden-Betreuung“.  Somit setzt die Regierung  nicht nur gesellschaftspolitisch, sondern auch frauenpolitisch ein völlig falsches Zeichen. Wer will, dass Frauen die Möglichkeit zur Vollzeitbeschäftigung haben, muss die viele unbezahlte Arbeitszeit von Frauen neu verteilen. (Zwei Drittel der unbezahlten Arbeit werden von Frauen erledigt.) Doch das scheint nicht im Sinn der Regierung: Es gibt kein Bekenntnis von ÖVP und FPÖ, dass Vollzeitbeschäftigung bei Frauen wichtig ist.

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gegen die Schwarz-Blaue Regierung

Wir wollen nicht stillschweigend zusehen, wie Strache, Kurz & Co, Sozialabbau und rassistische Hetze betreiben. Damit wir wirklich gehört werden, müssen wir uns Gehör verschaffen: Deshalb werde aktiv und bring dich ein im Netzwerk gegen schwarz-blau! Ganz egal woher du kommst und wie alt du bist, es gibt viele Möglichkeiten, Widerstand gegen die schwarz-blaue Regierung zu leisten!

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